Unten am Hafen


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Dienstag, Oktober 30, 2007

Dank eines der vielen Bahnstreiks hatte ich neulich die Ehre, die frisch polierte Rennziege meines Mitbewohners zu benutzen, um eine Klausur rechtzeitig zu erreichen. Bei besagtem Fahrzeug handelt es sich um einen schnuckeligen Ford Fiesta eines über die Kieler Stadtgrenzen hinaus bekannten Fordhändlers mit Herz. Wie ihr ja alle wisst, bin ich kurzsichtig, was meine Nachtblindheit laut Aussage des Optikers meines Vertrauens noch verstärkt.

Der morgendliche Schlaf in meinen Augen (sieben Uhr) und das unachtsame Abstellen des Fahrzeugs auf der Schattenseite der Straßenlaterne bescherten mir erste Probleme: Mit dem von Ford entwickelten Zahnstocherschlüssel musste ich ca. 10 mal auf der Tür rumstochern, bis ich den Schlüssel endlich ins Türschloss, und nicht mehr in den Lack rammte. Man kann von Glück sagen, dass es sich bei dem Fiesta um ein etwas älteres Modell handelt. Bei den Einjährigen soll es Gerüchten zufolge ja vorkommen, dass man mit leichtem Stochern Wegoxidierte Türbleche durchrammt.

Auf jeden Fall hatte ich es wie gesagt geschafft den Schlüssel in Position zu bringen. Da aber auf einer Dätgenstockveranstaltung vergangener Jahre ein Test ergab, dass man Schlösser auch mit Hilfe eines Schraubendrehers öffnen kann, hat sich Ford einen effektiven Einbruchschutz ausgedacht: Versucht der Leie mit Originalschlüssel, oder der Einbrecher mit Schraubendreher, die Tür durch gekonntes linksdrehen zu öffnen, so flieht der Einbrecher nach kurzer Zeit und sucht sich ein neues Opfer; der Leie dreht weiter und weiter und kommt irgendwann auf den Dreh es doch mal rechtsherum zu versuchen. Toll!!! Ich hatte die Tür geöffnet.

Das die Zündschlosssuche mit besagtem Zahnstocher des Nächtens sich ebenfalls als schwierig gestalltete, brauch ich nicht zu erwähnen. Blieb nur noch die Suche nach dem Licht: Jeder von euch der schonmal Porsche gefahren ist kennt das Gefühl. Da will man die Kiste starten und wird fast rasend vor Weissglut, weil man das Zündschloss nicht findet, bis man feststellt, dass es sich ja auf der linken Seite befindet. Ähnlich erging es mir beim Finden des Hauptscheinwerferschalters. Nach fünfminütigem Betatschen des gesamten Armaturenbrettes, fiel mir der kleine Drehschalter am Blinkerhebel auf. Es scheint so, als würde sich Nachtblindheit durch Gewöhnung abtrainieren lassen. Auf jeden Fall sprach ich "es werde Licht", und es wurde Licht.

Schnell das Radiobedienteil rangeklatscht (übrigens auch über rechts, und nicht über links, wie beim Bully), Mucke aufgedreht, und bei BAS und Arm ausm Fenster schön nach Bergedorf gedüst. Leider beide stationären Blitzer übersehen (passiert mir sonst nie) und zu allem Überfluss noch nem Streifenwagen die Vorfahrt genommen, der mir in dem engen Bergedorfer Straßengewirr aber nicht folgen konnte... Das war mein Tag! Und vielen vielen Dank nochmal an die Streikenden der Deutschen Bahn, dass ich das noch erleben durfte....Und bitte sagt dem Besitzer des Fahrzeuges nicht, was ich euch verraten habe, sonst komme ich in Teufels Küche :-)

zu “Strikin Bahnday”

  1. # Anonymous Anonym

    armes hasi  

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