Unten am Hafen



Dienstag, Oktober 30, 2007

Dank eines der vielen Bahnstreiks hatte ich neulich die Ehre, die frisch polierte Rennziege meines Mitbewohners zu benutzen, um eine Klausur rechtzeitig zu erreichen. Bei besagtem Fahrzeug handelt es sich um einen schnuckeligen Ford Fiesta eines über die Kieler Stadtgrenzen hinaus bekannten Fordhändlers mit Herz. Wie ihr ja alle wisst, bin ich kurzsichtig, was meine Nachtblindheit laut Aussage des Optikers meines Vertrauens noch verstärkt.

Der morgendliche Schlaf in meinen Augen (sieben Uhr) und das unachtsame Abstellen des Fahrzeugs auf der Schattenseite der Straßenlaterne bescherten mir erste Probleme: Mit dem von Ford entwickelten Zahnstocherschlüssel musste ich ca. 10 mal auf der Tür rumstochern, bis ich den Schlüssel endlich ins Türschloss, und nicht mehr in den Lack rammte. Man kann von Glück sagen, dass es sich bei dem Fiesta um ein etwas älteres Modell handelt. Bei den Einjährigen soll es Gerüchten zufolge ja vorkommen, dass man mit leichtem Stochern Wegoxidierte Türbleche durchrammt.

Auf jeden Fall hatte ich es wie gesagt geschafft den Schlüssel in Position zu bringen. Da aber auf einer Dätgenstockveranstaltung vergangener Jahre ein Test ergab, dass man Schlösser auch mit Hilfe eines Schraubendrehers öffnen kann, hat sich Ford einen effektiven Einbruchschutz ausgedacht: Versucht der Leie mit Originalschlüssel, oder der Einbrecher mit Schraubendreher, die Tür durch gekonntes linksdrehen zu öffnen, so flieht der Einbrecher nach kurzer Zeit und sucht sich ein neues Opfer; der Leie dreht weiter und weiter und kommt irgendwann auf den Dreh es doch mal rechtsherum zu versuchen. Toll!!! Ich hatte die Tür geöffnet.

Das die Zündschlosssuche mit besagtem Zahnstocher des Nächtens sich ebenfalls als schwierig gestalltete, brauch ich nicht zu erwähnen. Blieb nur noch die Suche nach dem Licht: Jeder von euch der schonmal Porsche gefahren ist kennt das Gefühl. Da will man die Kiste starten und wird fast rasend vor Weissglut, weil man das Zündschloss nicht findet, bis man feststellt, dass es sich ja auf der linken Seite befindet. Ähnlich erging es mir beim Finden des Hauptscheinwerferschalters. Nach fünfminütigem Betatschen des gesamten Armaturenbrettes, fiel mir der kleine Drehschalter am Blinkerhebel auf. Es scheint so, als würde sich Nachtblindheit durch Gewöhnung abtrainieren lassen. Auf jeden Fall sprach ich "es werde Licht", und es wurde Licht.

Schnell das Radiobedienteil rangeklatscht (übrigens auch über rechts, und nicht über links, wie beim Bully), Mucke aufgedreht, und bei BAS und Arm ausm Fenster schön nach Bergedorf gedüst. Leider beide stationären Blitzer übersehen (passiert mir sonst nie) und zu allem Überfluss noch nem Streifenwagen die Vorfahrt genommen, der mir in dem engen Bergedorfer Straßengewirr aber nicht folgen konnte... Das war mein Tag! Und vielen vielen Dank nochmal an die Streikenden der Deutschen Bahn, dass ich das noch erleben durfte....Und bitte sagt dem Besitzer des Fahrzeuges nicht, was ich euch verraten habe, sonst komme ich in Teufels Küche :-)


Montag, Oktober 29, 2007

Vergangene Nacht ist meine Lieblingsschauspielerin Evelyn Hamann gestorben. Viele kannten sie als Partnerin von Loriot, während sie mir vor allem durch die Schwarzwaldklinik, Geschichten aus dem Leben und die einzige Serie für die ich damals Fußballtraining hab sausen lassen, Adelheid und ihre Mörder, bekannt war. Den typisch norddeutschen Humor werde ich immer in Erinnerung behalten - nehmen wir lachend Abschied:


Das Nüdelchen - MyVideo

[Edit]: Zum Tode von Evelyn Hamann
Das Erste zeigt am Freitag, 2.11., anlässlich des Todes von Evelyn Hamann um 21.45 Uhr "Loriots Ödipussi" und anschließend einige Folgen von "Adelheid und ihre Mörder": Berufsrisiko (23.25 Uhr), Ein Ständchen für Heimeran (0.15 Uhr), Mord in bester Gesellschaft (2.10 Uhr), Todesarie (3.35 Uhr) und Tango Mortale (4.25 Uhr).
Um 1.25 Uhr können Sie in "Adelheid verpflichtet" hinter die Kulissen von "Adelheid und ihre Mörder" blicken und um 3.05 Uhr Evelyn Hamann und Alfred Biolek beim Kochen zusehen.


Freitag, Oktober 26, 2007

Old Man River - "La"

(via)

Mit dem Song „La“ präsentieren Old Man River ihre neue Single aus dem Debütalbum „Good Morning“, das am 19. Oktober erschienen ist. Es ist eine Liebeserklärung an das Leben und klingt durch und durch nach Sonnenschein.

Frontmann Ohad Rein ist Musiker, Geschichtenerzähler, Globetrotter und feinfühliger Beobachter in einem. Höhepunkt seiner jahrelangen Reisen durch die Welt war seine Begegnung mit dem Dalai Lama, für den er sogar spielte. Schließlich zog es ihn zurück in seine Heimatstadt Sydney, wo auch der neue Song „La“ entstand. Bei einem „Music Therapy Workshop“, den er wöchentlich mit geistig Behinderten unternimmt, war sie plötzlich da, die Melodie, und die Worte flossen fast von ganz allein.

Old Man River, das ist gesammelte musikalische Energie, die zum Ohrwurm wird und mit ihrer fröhlichen, eingängigen Melodie neue Akzente setzt.


Donnerstag, Oktober 25, 2007

Doch bevor ich mit dem Bericht der ersten Reise innerhalb Brasiliens anfange, noch eine kleine Anekdote, welche mir einen Tag vor unserer Abreise hier in São Paulo passiert ist. Und zwar war ich mit meinen portugiesischen Reisekollegen unterwegs um unseren Rückflug nach São Paulo zu buchen, als ich in der Metro von einer fremdlich aussehenden und mir bis dato unbekannten Frau angesprochen wurde. Die ersten Wörter, die sie mir an den Kopf warf, habe ich dann auch mal schön über mich ergehen lassen ohne es verstanden zu haben, was eher mit dem Umstand der zugestöpselten Ohren durch MP4 Kopfhörer zusammenhing, als mit noch eher minderwertigen portugiesischen Sprachkenntnissen. Was dann meinen Ohren entgegen flog, waren Worte die einem Mann das angeknackste Selbstbewusstsein durch schleppenden Fortschritt in sprachlicher Hinsicht wieder ausbügeln. Da wurde ich doch tatsächlich gefragt, ob ich Model sei und ob ich daran interessiert sei zu modeln. Die Tatsache, dass ich kein Brasilianer bin, tat dem Enthusiasmus der Dame keinen Abbruch. Also wurde ich zur Modelagentur eingeladen. Bisher bin ich aber noch nicht zu dem Gespräch gewesen…was sich draus ergeben wird? Keine Ahnung, aber ich bin da offen und werde mal schauen. Fazit: Ich habe schon immer gewusst, dass die langen Haare zu etwas gut sein werden ;-)

Jetzt aber zu Reise. Wir sind von São Paulo aus Richtung Salvador do Bahia gefahren. Zwischenstopp in Buzios und Port Seguro gemacht. Sehr nette und schöne Strände gesehen, entspannt, aber auch Party gemacht. Der einzige Fleck auf der weißen Weste dieser Reise ist, dass ich bei einer kleinen Poolfeier von meinem portugiesischen Mitreisenden und einigen Brasilianern im lustigen „Suff“, also nach etlichen Caipirinhas, in den Pool geworfen wurde und ich meine Kamera in der Tasche hatte.

Nichts desto trotz, es war eine schöne Reise, die ihren Abschluss in Salvador do Bahia fand. Ehrlich gesagt muss ich zugeben, dass ich dort bisher am meisten das Gefühl hatte in Brasilien zu sein. Caipoeira und Samba auf der Straße….beleza.

Dann gings mit dem Flieger wieder zurück nach São Paulo, wo uns auch schnell der alltag wieder hatte.


Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Heute Mal eine Rezension über ein neues Portal. Es geht um die Seite Sportiversum auf der Sportler sich in einer Community zusammenfinden und austauschen können. Bei der Anmeldung kann man zunächst seinen Verein anlegen, wofür man erst einmal runterscrollen muss um seinen Verein zu finden, oder auch nicht. Findet man seinen Verein nicht kann man den, so wie ich, einfach nachtragen.
Eine weitere Funktion ist, dass man nach Sportpartnern suchen kann, allerdings finden sich in meiner Stadt nur drei weitere Mitglieder, die auch nicht gerade in meinem bevorzugten Bereich Sport treiben. Spinning ist da nicht das richtige für mich und eine Frau die Halbmarathon läuft wäre als Partnerin und Sportpartnerin auch nicht meine Welt.
Was klasse für die Selbstdarstellung ist sind die Möglichkeiten Fotos, Spielberichte, Laufstrecken und Videos reinzustellen. Wer also zum Beispiel über seine Mannschaft berichten will hat hier ganz in Web 2.0-Manier die Möglichkeit dazu, ohne eine eigene Homepage verwalten zu müssen.
Noch ist es allerdings recht leer dort und man findet nicht viele Vereine die sich dort präsentieren, geschweige denn Termine für Kiel (einer pro Monat).
Die Aktivät lässt also sehr zu wünschen übrig, wobei mich die Optik auch nicht gerade anspricht, alles etwas unsortiert. Vielleicht hätte man sich etwas spezialisieren sollen auf Laufen, Walken, Mountainbiking und Radfahren, denn mit der Abdeckung aller Sportarten verliert sich der Überblick und Sinn der Seite. Denn so kann man bevorzugte Lauf- bzw. Fahrstrecken via Karte einfügen und gute Tipps geben.
Persönlich ist diese Seite nichts für mich, da man über eine eigene Vereinsseite wesentlich mehr Leute direkt erreicht, wer aber nach individuellen Partnern zum Joggen etc. sucht ist dort genau richtig, wobei dort viel zu wenig Leute angemeldet sind, aber was noch nicht ist kann ja noch werden...
Wer also gerne dort sein Trainingstagebuch verwaltet oder sich mit anderen zum Laufen verabreden will findet sicher das Passende für sich, wobei man so etwas sicher auch bei anderen regionalen Communitys finden wird.


Mittwoch, Oktober 24, 2007

Es ist nichts neues, dass man beim Warten in der Schlange vor dem Pfandautomaten im nahe liegenden Edeka, allein durch das ausdünsten alkoholischer Restbestände von vor einem wartenden Personen, mit mindestens 1,3 Promille zurück nach Hause schlendert. In Geldschwachen Zeiten stelle ich mich deshalb auch gerne mal ne halbe Stunde in den Bereich vor dem Automaten, tue so als ob ich auf jemanden warte, und düse dann Sternhagelvoll auf den Kiez.
Gestern allerdings fand dann ein ganz ungewolltes Besäufnis statt. Als ich an besagten Automaten gelangte, standen bereits vier Personen vor mir: Ganz vorne ein älterer Herr, der gerade versuchte seine Flaschen in die Aufnahme zu führen. Dahinter ein gut gekleideter Geschäftsmann, der schon ungeduldig von einem Bein auf das andere wechselte. Und dahinter zwei Stammgäste der Parkbank unseres anliegenden Marktplatzes, die anscheinend Nachschub holen wollten.
Der ältere Herr, der vorne grad am dransten war, schob gemächlich zwei Flaschen in den Automaten. Bei der dritten Flasche (eine pfandfreie Punica-Flasche) fing der Automat an zu meckern. "Flasche nicht akzeptiert" las ich auf der Leuchtschrift. Das schienen auch alle anderen zu lesen, nur der alte Mann halt nicht; er versuchte gemächlich eine weitere Flasche nachzuschieben, bis er nach mehrmaligem ungläubigen hineingeschaue feststellte, dass sich noch eine Flasche im Schacht befand. Sorgsam und natürlich langsam nahm er diese hinaus, und legte sie zurück in seine Plastiktüte.
Da der ganze Vorgang nun ja schon etwas länger als üblich dauerte, sprang der Mann im Sacko nu auch schon in kleinen Sprüngen von einem Bein auf das andere, wie ein kleines Kind, dass vor einer verschlossenen Toilettentür langsam merkt, dass da was durchkommt. Die beiden "dem-Bier-nicht-abgeneigten" Männer dahinter wurden auch schon langsam blasser, und sichtlich nervös.
Der Mann vorne schob langsam zwei weitere Flaschen aus seiner Plastiktüte hinein, bis er wieder bei besagter Pfandfreier Punica angelangte. Gleiches Procedere: Automat brüllt, Mann versucht nachzuschieben, Automat brüllt nochmehr, Mann nimmt ungläubig die Flaschen aus dem Schacht, und legt sie zurück in die Plastiktüte.
Der Geschäftsmann stöhnt laut vor Verzweiflung. Wie soll er seiner Frau nur erklären, dass er wirklich keine Affäre hat, wenn er heute schonwieder viel zu spät nach Hause kommt. Die Beiden Parkbesetzer haben bereits derart tatrige Hände, das der letztere mit der Hand schon laut gegen die Scheibe der Schiebetür schlägt. Mehr als zwei Minuten hatten sie halt nicht für die Nachschub Besorgungen eingeplant, und nu stehen sie nich nur auf dem Schlauch, sondern auch stark auf Entzug.
Da die Wahrscheinlichkeit mit Abnahme der Gesamtheit an Flaschen wieder auf besagte Punica zu stoßen, stark steigt, dauert es diesmal nur eine reguläre Flasche, bis der Automat streikt.
Während dem Geschäftsmann schon Flecken unter den Achseln entstehen, und die beiden Tattergreise gar keine klaren Gedanken mehr fassen können, drehe ich mich um, und versuche in der Schlange hinter mir jemanden zu finden, der helfen könnte. Da ich in anbetracht der Farbenvielfalt hinter mir vermute, dass hier allein schon sprachlich enorme Hürden liegen, fasse ich mir selbst ans Herz, und gehe aus der Schlange herraus, den wild fuchtelden Armen des Mannes vor mir ausweichend, nach vorne zu dem alten Mann, und erzähle ihm, dass er diese Flasche da nicht abgeben kann. "Die nicht" meint der alte Mann nur traurig, wirft die Flasche in ungeahnter Schnelligkeit in den Papierkorb neben dem Automaten, zieht seinen Zettel, und verschwindet in den Weiten des Supermarktes.
Der Geschäftsmann ganz außer sich "Wurd auch Zeit hmmmpf" schleudert die Flaschen so schnell und so weit in den Öffnung, dass der Automat glatt vergisst zwei davon mitzuzählen. Nachdem die beiden auf Entzug stehenden Typen viermal das Loch nicht treffen, helfe ich auch ihnen. Statt eines "Danke" eine Staubwolke, und weg waren sie. Ich lege meine Flaschen ein, freue mich über 2,25 Eurönchen, und mache "Tubu" aus Simbabwe schnellstmöglich Platz. Immerhin er dankt es mir mit einem freundlichen Lächeln und einem Schulterklopfen...


Donnerstag, Oktober 18, 2007

Nachdem die tagelangen Verhandlungen mit diversen Hamburger Schönheiten scheiterten und Plan B, ein Foto mit Kelly Trump zu arrangieren, nur daran scheiterte, dass die Dame an einer Neuauflage von Babewatch arbeitet, musste dann menace in den sauren Apfel beißen und sich für den Look-a-like Contest beim MC Winkel entblößen in Szene setzen:
Also, stimmt dort für untenamhafen.de ab!

Regeln vom Contest:
Die Vorlage des nachzustellenden Bildes ist frei! Sucht Euch ein Bild aus einem Magazin, ein Plattencover, sucht nach Bildern im Netz; Hauptsache, Ihr habt eine Vorlage, die einigermaßen nachstellbar ist.


Sonntag, Oktober 14, 2007


Samstag, Oktober 13, 2007

Pilotsendung mit besoffenen lustigen Promis über Analsex und sonstige Schweinereien. Schade, dass Roger Willemsen, Charlotte Roche, Ferris MC, Kim Fisher und Mieze mit dieser Sendung nie ins TV gekommen sind, heute Teil I und II, morgen dann die letzten beiden Teile, sehr amüsant:


Teil II:


Donnerstag, Oktober 11, 2007

Es waren die Zeiten als Karsquell-Bier noch schmeckte und vorallem als es jenes noch gab. Mit süßen 14 Jahren muss es gewesen sein, als unsere erste Reise zum Dünencamping Westerland nach Sylt ging. Ausgestattet mit dem Sommerferien-Ticket für damals 30 Mark ging es von Dänischenhagen nach Kiel und von dort mit der Bahn über Husum auf die Insel der Reichen. Auf dem Rücken die Klamotten und Isomatte, in der rechten die Tasche mit der Palette Aldi-Premium-Dosen-Bier und in der linken das im heimischen Garten getestete Iglozelt.
Nach dem Marsch vom Bahnhof zum Campingplatz hieß es bei der Rezeption ersteinmal die Einverständniserklärung der Eltern vorzeigen, denn zum kindischen Jugendcampingplatz, namens Dikjen-Deel, ein paar Kilometer weiter wollten wir nicht. Hey, wir hatten Bier und waren damals sicher richtig cool, auch wenn es das Wort damals in unserem Slang noch gar nicht gab und ich sicherlich nicht der wirkliche Checker war, den hatten wir aber auch dabei und so waren die Frauenkontakte ein halbwegs Leichtes.
Sinnigerweise tranken wir das beim Aufmachen der Dose automatisch schale Bier bereits mit der knallenden Mittagssonne um eben diese Wirkung auch bei unseren Körpern feststellen zu dürfen. Es muss sich auch um diese Zeit gehandelt haben, als ein paar hübsche Mädels in unmittelbarer Nähe von uns ihr Gepäck in der Dünenlandschaft abluden. Mit Übereifer setzte sich der Checker von uns, ich war schon damals eher der Frauenversteher, zu unseren neuen Nachbarn und half beim Aufbau ihrer Zelte, ich dann übrigens auch!
Durch das somit früh gebrochene Eis konnten wir die Damen auch in unsere Abendplanung miteinbeziehen, diese war zwar unähnlich dem schon oben erwähnten Mittagessen („zweimal drei Bier sind auch ne Mahlzeit mit Naschtisch“), doch meist ging es zunächst an den Strand um in den Strandkörben beisammen zu sitzen und aus dem „Kasentoaster“ die Hosen oder passenderweise auch mal die Ärzte mit „Westerland“ zu hören. Da Strandkörbe ja bekanntlich „Zweisitzer“ sind kam man, für unsere damalige Verhältnisse, dem anderen Geschlecht ganz schön nah, ernsthaft!
Erwähnenswert sei nun meine Sitznachbarin Anne. Anne kam aus Moers einem Ort, von dem ich als damaliger Sport-Bild-Abonnements-Leser, nur wusste, dass es dort einen Volleyball-Verein gibt, der in der ersten Liga spielt.
Nun gut, darum geht es ja nicht, sondern um laue Sommerabende auf dieser Nordseeinsel, um Schlafen unter freiem Himmel und zählen von Sternschnuppen, von denen es bei klaren Sylter Nächten so einige gab. Und natürlich ging es um Anne, sie war nett, sah hübsch aus UND ihr Schlafsack lag im Sand neben meinem, ein absolutes Highlight für mich. Fragt mich nicht über was wir uns unterhalten haben, aber es ging ziemlich lange und sie lispelte so süß... Im Halbschlaf, jedoch mit pochendem Herzen, gingen unsere Hände auf Erkundungstour. Nein, nicht wie der notgeile Leser nun vermuten wird, aber es ging zumindest unters T-Shirt, aber nicht an die Front... seite, sondern über den Rücken und das war damals schon das Maß aller Dinge und ja, ich war ein Spätzünder, aber Anne dann ja auch... Küssen war aber trotzdem drin. (und meine Massagekünste werden noch heute von der Frauenwelt meiner Freundin gelobt!)

Nach ein paar Tagen war dann diese "Sommerliebe" auch vorbei, denn ein neues Schuljahr stand vor der Tür. Immerhin Adressen hatten wir ausgetauscht und in den Folgewochen gab es einen regen Briefaustausch zwischen Schleswig-Holstein und dem Ruhrpott. Doch dann kam nix mehr, erst eine Woche, dann zwei, dann drei und irgendwann hatte ich die Hoffnung aufgegeben, so sind Frauen nunmal, damals und heute genauso...


Mittwoch, Oktober 10, 2007

Während mein Körper sich bereits am Freitag einen Helm aufgesetzt hat und jener via grippalen Infekt flachgelegt ist, musste ich heute mich heute für einen Genesungstag bei der Arbeit abmelden. Daher versuch ich mich mit Bad Emser Pastillen (für Hals und Stimme), Eupatorium perfoliatum (Wasserhanf-Globuli) und Massen an Yogi-Halswohltee "fitzuspritzen" Entdeckt habe ich dabei, dass am Teebeutel-Bänzel-Ende (da wo normal nochmal der Name vom Tee draufsteht) jedes Mal ein anderer Spruch steht:

Die Weisheiten nehmen also kein Ende, Menace sitzt jeden morgen mit Mütze aufn Kopf in der Küche und hat Ohrenschmerzen und ins Bett bringt mich die Klosterfrau mit ihrem Melissengeist!


Samstag, Oktober 06, 2007

Geht es nur mir so, oder seid ihr auch alle tierisch sauer? Ich gebe zu, dass ich das letzte mal beim HSV im Frühjahr war. Das ist schon ne Weile her, aber das hat seine Gründe. Das Spiel gegen Frankfurt war nämlich alles andere als berauschend. Gut; wir hatten zwar gewonnen, und Orben damit in ein Tal der Tränen gestürzt, aber die Leistung der Manschaft war derart miserabel, dass mir die 23 (oder mehr?) Eurönchen echt weh taten!!! Was die Profis da unten auf dem Platz für eine derartige Leistung verdienten, trieb mir Tränen in die Augen. Allen vorran der Wundereinkauf vom HSV: Sanogo. Der spielte derart schlecht, dass er bei seiner Auswechslung von Pfiffen begleitet wurde, und mir sämtliche Freude am live-Fußballgucken nahm. Deshalb war ich auch mehr als froh, dass dieser Tölpel Anfang der Saison in Richtung Fischfabriken abwanderte. Und was muss man deprimierender Weise feststellen: Da trifft er heute schonwieder zum gefühlten dreiundzwanzigsten mal diese Saison. War es beim HSV also nur Arbeitsverweigerung? An alle denen es wie mir geht appeliere ich: lasst uns die Gurke auf Schadensersatz für unsere misshandelten Gemüter und unsere teuer bezahlten Tickets verklagen. Die Unterschriftenliste wird ab morgen beim HN-Auto-Dienst ausliegen. Also tragt euch alle ein...


Freitag, Oktober 05, 2007

Manchmal spielt einem das Leben übel zu! Da wandert die Schwester pünktlich zum Oktoberfest in Richtung München aus, und anstatt die Gelegenheit am Schopfe zu fassen, und sich erstmaligst beim Original die Humpen hintern Schädel zu kippen, ist man auf Grund auszuführender Rechenoperationen an Hamburg gebunden. Das alles wäre ein Schicksal, mit dem ich mich hätte abfinden können. Was mir aber das Geschenk meiner Eltern sagen soll (die nämlich die Gelegnheit sofort genutzt haben, und dem Lockrufes des Bieres gefolgt sind), weiß ich noch nicht so richtig zu deuten: Anstelle eines vernünftigen Maßkruges (da kann man denke ich auch Astra reinkippen), bringen sie mir als Geschenk diesen echt bayrischen Kaffeebecher mit. Nicht dass ich dafür keine Verwendung hätte, aber das mit dem "lieber Mensen: nicht trinken, sondern lernen sollst du" hätte man mir doch auch direkt sagen können, oder????


"Manchmal tut es weh sich selbst beim Verlieren zuzusehen" (Der Pate)





Mittwoch, Oktober 03, 2007

bin ich aktuell bei Dennis und hier gibt es so Einiges zu bestaunen, heute zeigte er mir seine weibliche Seite. Dennis aka menace oder Mensen und eine weibliche Seite? Ja! Er kann kochen und Kuchen backen parallel - Multitasking in Perfektion.

Auf dem Herd stehen Brokkoli Blumenkohl und Kartoffeln, während daneben der Marmorkuchen zubereitet wird.


Dienstag, Oktober 02, 2007


Montag, Oktober 01, 2007

Wir haben uns gefunden oder vielmehr das Schicksal hat uns zusammengeführt... Seit heute und bis zum Ende des Jahres bin ich als Praktikant in Hamburg zugange. Was lag da näher als somit die UntenAmHafen-Schreiberlinge unter einen Hut zu bringen dachte sich Dennis ich mir und hab für die Zeit Asyl auf Dennis ihm seiner extravaganten Couch gefunden, sprich ich belagere sein Wohnzimmer. Bis jedoch die erste Monatsmiete bezahlt ist, teile ich die Couch noch mit Paula bzw. auch mal mit Paula UND Dennis:




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